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Die EURES-Verordnung

Verordnung (EU) 2016/589

Mit der im Mai 2016 in Kraft gesetzten EURES-Verordnung sollen der Zugang für Arbeitskräfte zur Arbeitsmobilität innerhalb der EU und die unterstützenden Dienstleistungen für Arbeitskräfte und Unternehmen verbessert und somit die Mobilität unter „fairen“ Bedingungen und ein besserer Zugang zu Beschäftigungschancen in der gesamten Union ermöglicht werden.

Allgemeines Ziel ist es, das EURES-Netz zu einem wirksamen Instrument für Arbeitsuchende oder Arbeitgeber zu machen, die an der Arbeitskräftemobilität innerhalb der EU interessiert sind.

Die EURES-Verordnung fasst die bisherigen für EURES relevanten Rechtsgrundlagen in einem Dokument zusammen und beschreibt die Aufgaben und Verpflichtungen der Europäischen Kommission, Mitgliedstaaten, Nationalen Koordinierungsbüros zu EURES sowie EURES-Mitglieder und EURES-Partner, welche die Dienstleistungen zu EURES anbieten. Die EURES-Verordnung ermöglicht es der Europäischen Kommission zur Konkretisierung verschiedener dort beschriebener Aufgaben Durchführungsrechtsakte zu erlassen.

Was ändert sich mit der Verordnung

  • Das Netz soll um weitere Arbeitsmarktakteure ausgebaut werden, um die Verfügbarkeit von Angeboten und Dienstleistungen zu erweitern, was die Einrichtung eines Zulassungssystems und Monitorings für das Netz erfordert.
  • Die Aufgaben der EURES-Mitglieder und -Partner sind verbindlich festgelegt. Verschiedene flankierende Unterstützungsleistungen, wie die Kundenbetreuung nach der Vermittlung, vervollständigen das EURES-Serviceangebot.
  • Das gesamte Stellenangebot der am Netz beteiligten EURES-Mitglieder und -Partner soll auf dem EURES-Portal zugänglich sein und um berufliche Ausbildungs- und sozialversicherungspflichtige Praktikumsstellenangebote ergänzt werden.
  • Bewerberprofile und Lebensläufe aus dem gesamten EURES-Netzwerk sollen ebenfalls auf das EURES-Portal exportiert werden und unter Nutzung des europäischen Klassifizierungssystems für Fähigkeiten/Kompetenzen, Qualifikationen und Berufe (ESCO) automatisch mit dem Stellenangebot abgeglichen werden.
  • Die EURES-Dienstleistungen sollen besser sichtbar sein als bisher. EURES-Dienstleistungen sind mit der EURES-Marke und dem -Logo zu versehen und das konkrete Dienstleistungsangebot der EURES-Mitglieder und -Partner und der Zugang hierzu werden öffentlich sichtbar gemacht.
  • Einrichtung von einer oder mehreren Anlaufstellen bei EURES-Mitgliedern und -Partnern für Arbeitsuchende und Arbeitgeber, zur Klärung von Anliegen beziehungsweise mit Zugang zu den EURES-Dienstleistungen. Hierzu gehört der Verweis auf Informationen und Unterstützung durch Einrichtungen außerhalb des Netzes insbesondere im Zusammenhang mit der sozialen Sicherheit in Europa.
  • Austausch von Arbeitsmarktdaten zwischen den Mitgliedsstaaten als Grundlage zur Entwicklung von Ausgleichsmaßnahmen am europäischen Arbeitsmarkt.
  • Nationale Programmplanung und Berichterstattung zu den wichtigsten EURES-Aktivitäten und zum Netz.
  • Datenerhebung und Analyse zu den Informations-, Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen des Netzes und zur Zufriedenheit der Nutzer von EURES auf nationaler Ebene.
     

Verordnung (EU) 2016/589

über ein Europäisches Netz der Arbeitsvermittlungen (EURES), den Zugang von Arbeitnehmern zu mobilitätsfördernden Diensten und die weitere Integration der Arbeitsmärkte

Practitioner's Guide (EN)

Netzwerkinformation der Europäischen Kommission zur EURES-Verordnung